Jürg Spielmann

Gäste am Flüchtlingssonntag

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Sonntag, 10. Juni 2018, 10.00 Uhr
Reformierte Kirche Bülach

Layla, Ambis, Hisham und Rostam zu Gast im Gottesdienst am Flüchtlingssonntag. Unsere Gäste lesen im Gottesdienst aus dem Buch "Liebe Andere" mit Kurzgeschichten Asylsuchender, von Josefine Krumm
Jürg Spielmann,
Wie können wir die Menschen, die zu uns gekommen sind, einbinden in die Gestaltung unseres Zusammenlebens? In welcher Weise werden wir uns gegenseitig ändern, formen, inspirieren? Wo liegen die Grenzen der Toleranz?

Mit diesen Fragen sind wir konfrontiert, wenn Asylsuchende unsere Nachbarn werden. Sie haben hier Zuflucht gefunden, zumindest vorübergehend. Sie warten oft jahrelang auf den Asylbescheid und versuchen, trotz allem und mit allem hier etwas Fuss zu fassen. Sie sind froh, dem Schlimmsten entkommen zu sein und sorgen sich um die Lieben daheim.
Und wir? Wie verhalten wir uns dazu?

Der Bülacher Gottesdienst am Flüchtlingssonntag will Gelegenheit zur Begegnung schaffen. Vertraut werden miteinander kann man nur über die direkte Begegnung. Die vier Gäste aus Äthiopien, Syrien und Afghanistan lesen Kurzgeschichten aus den Buch "Liebe Andere", die sie selbst erlebt und im Rahmen des gleichnamigen Projekts ursprünglich ganz spontan erzählt haben.

Begegnungen sollen auch beim Chilekafi nach dem Gottesdienst möglich sein. Die vier Gäste freuen sich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Das Buch "Liebe Andere" liegt zum Verkauf auf, und vielleicht werden Ihnen die Gäste auch eine Widmung hineinschreiben.

Kommentar zu "Liebe Andere"
"Liebe Andere" ist der erste Teil eines dreiteiligen Projekts, initiiert von der Playback Theater Leiterin Josefine Krumm. In einem Vorgängerprojekt lud die Playback Theater Gruppe „gehdicht“ in mehreren Aufführungen Asylsuchende ein, ihre Geschichten zu erzählen, und spielte diese ad hoc auf der Bühne zurück. Dies ermöglichte den Beteiligten, Zeuge ihrer eigenen Geschichte zu werden und sie gewürdigt zu sehen. Begegnungen kamen zustande, vertieftes Verständnis wuchs. „Die Anderen“ wurden zu individuellen Menschen mit persönlichen Schicksalen. Die Geschichten wurden so erzählt und aus verschiedenen Sprachen übersetzt, wie sie schliesslich im Buch stehen. Ihre sprachliche Reduktion auf das Wesentliche und das für die Erzählenden Sagbare lässt sie beinahe wie Verse lesen. Verse, zwischen deren Zeilen unfassbares menschliches Leid, Verzweiflung aber auch Hoffnung, Lebenskraft und Mut spürbar werden.
Bereitgestellt: 11.05.2018     Besuche: 26 Monat 
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