Monica Domfeld

Rückblick: Interkulturelles Begegnungsfest

Interkulturelles Begegnungsfest2019_12<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>refkirchebuelach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>398</div><div class='bid' style='display:none;'>5876</div><div class='usr' style='display:none;'>169</div>

Anderen Kulturen kulinarisch auf der Spur
Monica Domfeld,
„Najisikia furaha“ schrieb Shali in ihr WhatsApp-Profil. Sie spricht Suaheli und übersetzt bedeutet das „ich fühle mich glücklich“. Sahli hatte mit bunten afrikanischen Stoffen viele Meter Wimpelketten genäht. Die flatterten am 7. Juli an den Marktständen vor dem Kirchgemeindehaus. Es wurde zum vierten Interkulturellen Begegnungsfest eingeladen.
Erstmals war das Wetter so, dass auch draussen gegessen werden konnte, die Tische im Saal waren mit den ersten Sonnenblumen und Zinnien vom Feld geschmückt, der Soundcheck für die Band gelungen. Soweit war alles bereit.
Die Gäste kamen in froher Feststimmung, pünktlich um 12 Uhr, wie es sich für uns gehört. Sie freuten sich auf das feine Essen, zu dem Kochteams aus Afghanistan, Eritrea, Iran, Sudan und Tibet eingeladen hatten.
Ebenso pünktlich legten Kupus aus Winterthur, im Saal einen fröhlich musikalischen Teppich aus.
Derweil herrschte in der Küche emsiges Gedränge. Das afghanische Menü beanspruchte mehrere Kochplätze. Währenddessen kämpften sich zwei Männer damit ab, die eingelegten Kichererbsen durch die Zylissmühle zu bringen, um dann die sudanesischen Kichererbsenküchlein zu formen und braten. „Wo ist die Zitronenpresse, ich brauche noch eine grosse Bratform für die Auberginen und unbedingt einen guten Deckel für die grosse Pfanne… Nein, die beiden Pfannen aus Eritreas Küche müssen wir im heiligen Bimbam wärmen, wer bringt sie dorthin?“ - dort waren jedoch bereits vier Leute aus Iran am Werk. Die Momos aus dem Tibet kamen glücklicherweise fixfertig.
Helfende Hände überall brachten das Gesamtwerk dann mit wenig Verspätung zum Auftritt, es konnte aufgetischt werden und stolze Köchinnen und Köche schöpften ihre Gerichte. Das köstliche Essen ging weg wie frische Weggli.
Im Foyer wurde das Dessertbüffet vom interreligiösen Arbeitskreis arrangiert, daneben falteten Kinder bei der CaritasLernwerkstatt Flickstube Origamifiguren und draussen belagerten wiederum Kinder die jungen Menschen von Jungwacht-Blauring, alle wollten sich schminken lassen.
Die fünf jungen Musikerinnen und Musiker von Kupus, brachten Balkanklänge in den Saal, man freute sich, konnte sich im Takt wiegen oder ein paar Schritte tanzen. Die Musikanlage der städtischen Jugendarbeit funktionierte dank zwei jungen Männern aus dem dortigen Freiwilligenteam bestens.
Das Fest ging dem Ende entgegen und der Samariterverein durfte zusammenpacken, ohne zum Einsatz gekommen zu sein.
War das jetzt interkulturelle Begegnung? Mit jedem Jahr nähern wir uns dem mehr an. Aus ersten vorsichtigen Annäherungsversuchen ist viel Bekanntes gewachsen, was aufgetischt wird ist vielleicht immer noch fremd aber es schmeckt, das wissen wir nun, es wird darüber ausgetauscht, man ist interessiert an Herkunft und Kultur und viele freundliche, wohlwollende Worte gehen hin und her. „Dich kenne ich doch, warst du nicht letztes Jahr auch hier- ja, ich bin immer noch hier und warte auf einen Entscheid, leider. Aber es freut mich, dich zu sehen.“
Ohne zahlreiche helfende Hände wäre es nicht möglich gewesen, dieses Fest durchzuführen. Die packten zu bis zuletzt die vielen Teller und Gläser sauber abgewaschen wieder im Schrank lagen und der Saal leergeräumt war und das alles in fröhlicher, ruhiger und überlegter Stimmung.
Ein herzliches Danke, allen, wirklich allen! Bis zum nächsten Jahr, hoffentlich…!

Mirjam Meier
Bereitgestellt: 22.07.2019      
aktualisiert mit kirchenweb.ch