Yvonne Waldboth

3 nach 12

Klimademo Bern<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>refkirchebuelach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>30</div><div class='bid' style='display:none;'>5886</div><div class='usr' style='display:none;'>28</div>

Nationale Klima-Demo in Bern am Samstag, 28. September 2019, ab 14 Uhr in Bern
Yvonne Waldboth,
Die Kirchturmuhr in Bülach wurde im Frühling zur Unterstützung der streikenden Schülerinnen und Schüler in der Nacht von Donnerstag, 14.3. auf Freitag, 15.3.2019 um 5 vor 12 angehalten - und zwar wirklich angehalten, denn unser Sigrist musste 5 Minuten vor Mitternacht auf den Kirchturm steigen und die Uhr stoppen – anders wäre es ohne teuren technischen Aufwand nicht möglich gewesen.

Wir liessen uns durch die spontane Aktion der Kirchgemeinde St. Peter in Zürich inspirieren. Für unsere «Grüner Güggel»- Kirchgemeinde war es eine Selbstverständlichkeit, unser langjähriges Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch mit einem klaren und sichtbaren Zeichen zu unterstützen. Als erste Kirchgemeinde hat Bülach 2013 ein Umweltmanagement nach ISO-Norm 14001 eingeführt. Im Juni 2018 überreichte Dr. rer. pol. Jeannette Behringer, Präsidentin der oeku-Kommission Kirchliches Umweltmanagement KUM, nach der Rezertifizierung der Kirchgemeinde im Rahmen der Kirchgemeindeversammlung den «Grüne Güggel» der oeku Kirche und Umwelt. Alle Mitarbeitenden engagieren sich mit viel Herzblut für ein umweltgerechtes Handeln in allen Bereichen. Dieses Jahr ist auch die katholische Kirchgemeinde in Bülach zur Grünen Güggel Gemeinde geworden.

Doch in Bülach ticken die Uhren anders! Am Morgen jenes Freitags im März zeigte die Kirchturmuhr morgens 3 nach 12!

Der Wind hat uns ein Schnippchen geschlagen und den Zeiger bewegt.
Was im Frühling Anlass zu Diskussionen über die Dringlichkeit des Handelns war und den einen und die andere dazu veranlasst haben, uns Übertreibung und Panikmache vorzuwerfen, sieht nach einem weiteren heissen Sommer mit Extremtemperaturen anders aus. Mit der Publikation der neusten Fakten der Klimastudie der Universität Bern mitten in die schwitzende Schweiz, kann nur noch mit Ignoranz die Dringlichkeit des Handelns von Politik und Wirtschaft weggeredet werden. Da hat der Wind wahrlich in die richtige Richtung geweht!

Wir werden am Samstag, 28. September, unsere Kirchturmuhr wieder auf 5 vor 12 stellen und dazu unsere Glocken um 14.30 Uhr läuten lassen, zu Beginn der nationalen Klima-Demonstration in Bern. Übertreiben und Panikmachen wollen wir damit nicht – nur ein weiteres klares Zeichen setzen, damit rechtzeitig politische Entscheidungen gefällt werden. Noch ist nicht 3 nach 12.

www.klimademo.ch

Yvonne Waldboth, Pfarrerin
Bereitgestellt: 15.08.2019     Besuche: 73 Monat 
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