Sebastian Zebe

Gottesdienst am Muttertag

August Macke, Mutter und Kind <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sebastian&nbsp;Zebe)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>refkirchebuelach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>424</div><div class='bid' style='display:none;'>7139</div><div class='usr' style='display:none;'>180</div>

Am 9. Mai feiern wir um 10 Uhr den Gottesdienst zum Muttertag in der reformierten Kirche. Für viele wird die Erinnerung an die Mutter mit Trost und Zuwendung verbunden sein: damals, als wir Kinder mit blutigen Knien nach Hause kamen und die Mutter den Schmerz wegpustete, später durch ein Lächeln, eine Umarmung, ein ehrliches oder auch kritisches Wort. Die Mutter, Mutti, mis Mami, die italienische Mamma, die jydishe Momme, sie kann in ihrer ganz eigenen Weise trösten.
Im grossen biblischen Buch Jesaja spielt die mütterliche Seite Gottes eine besondere Rolle. Das überrascht in einer ganz und gar patriarchalen Gesellschaft. In den mehr als 2’500 Jahre alten Texten bekommt Gott selbst den mütterlichen Trost zugeschrieben: «Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.»
Der Muttertag, 1907 in den USA ins Leben gerufen, ist heute nicht unumstritten. Das Mutter- und Frauenbild hat sich verändert. Und wenn der Blick nicht täuscht, trösten heutige Väter ihre Kinder nicht weniger gut. Davon abgesehen, dass die Zahl derjenigen Männer steigt, die sich die Elternzeit mit ihrer Partnerin teilen. Vielleicht wird aus dem traditionellen Muttertag irgendwann ein «Elterntag».
Sebastian Zebe
Bereitgestellt: 07.05.2021     Besuche: 53 Monat 
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